Gesicherte Hunde

Hunde, die mit Hilfe von uns gesichert wurden.

2025

Sicherung Hund aus Hofheim

Am 6 November bekamen wir über die Seite eine Sichtung von einem freilaufenden Hund in Hofheim, wir haben einen Sichtungspost gemacht in der Hoffnung das sich ein Besitzer meldet.

Es wurden Polizei und Tierheim informiert doch auch dort war der Hund nicht als vermisst gemeldet. Die erste Sichtung war wohl schon am 4 November, also lief der Hund schon ein paar Tage dort frei rum.

Doch leider erkannte niemand den Hund, es trudelten dann die nächsten Tage immer wieder Sichtungen von verschiedenen Personen ein, immer im gleichen Radius. Ich machte eine Laufkarte, um zu schauen, wie groß sein Radius ist.
So kamen auch am 8 November mehrere Sichtungen, ich nahm mit 2 der Sichterinnen kontakt auf, ob sie helfen würden für den Hund Futterstellen zu machen damit wir ihn evtl. mit Falle sichern können. Sie sagten sofort zu.
Heike die in der Nähe wohnt kannte auch die Jäger im Umfeld und wir bekamen auch die Genehmigung dort Futterstellen und auch Falle zu stellen.
Der Hund kreiste immer um die Hessenmühle, als klar wurde das er sich dort auch am Katzenfutter bediente, kontaktierten wir den Bewohner und fragten, ob wir dort evtl. die Falle stellen dürfen, er sagte zu.
Da ich gesundheitlich noch sehr angeschlagen bin, fragte bei den Kolleginnen der Hundesicherung Dreifrankeneck nach, ob sie Falle stellen könnten.
Sie sagten zu und so wurde gestern am 09.11 spät Nachmittag noch die Falle gestellt.

Heike hatte sich bereit erklärt die Falle zu betreuen und wenn der Hund in der Falle ist, ihn ins Tierheim zu bringen.

Um 17 Uhr stand alles, die Falle bestückt mit großartigen Leckereien und keine 30 Minuten später war das Mäuschen schon auf der Kamera vor der Falle. Aber es sollte noch etwas dauern dann um 18:14 Uhr schloss sich die Türe hinter dem Hund und er war Save.

Heike trommelte ihre Familie zusammen und luden den Hund mit Falle auf den Hänger, brachten ihn in einen geschlossenen Raum, um ihn dort in eine große Hundebox umzuladen.
So wurde der Hund dann ins Tierheim Haßberge gebracht. Es ist eine Hündin, leider nicht gechipt.

Wer kennt oder vermisst die Hündin?

Danke an die Sichter,

Danke an die zuständigen Jäger,

Danke an Britta vom Tierheim die extra abends noch den Hund in Empfang genommen hat.

Danke an die Mädels der Hundesuche Dreifrankeneck für die Unterstützung.

Und großen Dank an Heike ohne die das Ganze nicht machbar gewesen wäre.

Schäfchen "Müsli"

Wie wir unser Schäfchen ins Trockene brachten – die etwas andere Sicherung

Schon im Mai gab es immer wieder Sichtungen eines Schafes in Facebook, das sich entlang einer Staatsstraße bei Lichtenau aufhielt. Klar haben wir da auch kurz überlegt, aber Schafe sind nicht unser Metier, und wir waren zuversichtlich, dass sich die Sache anderweitig klären würde. Dem war aber nicht so. Nachdem uns nacheinander mehrere Menschen aus der Umgebung darauf angesprochen haben, zuletzt Mara, die wir persönlich kannten, haben wir uns durchgerungen und uns der Herausforderung gestellt. Mara und ihre Freundin Sophie versprachen uns, tatkräftig zu helfen, da es für uns einfach zu weit weg war, um täglich Futterstellen aufzufüllen.

Wir drei, Andrea, Petra und Sandra machten eine Telefonkonferenz, lasen uns ein, was Schafe gerne mögen, informierten uns parallel bei Schafsbesitzern und schmiedeten einen Plan. Analog zur Hundesicherung wollten wir das Schäfchen mit einer Duftspur aus gekochtem Kräutersud an die Futterstelle ziehen. Diese sollte aus jeder Menge verschiedenem Gemüse, Obst und Schafsmüsli bestehen. Ob diese Bemühungen allerdings fruchten? Draußen gibt es momentan so viel Grün, das man als Pflanzenfresser findet, ob da anderes Futter überhaupt interessant sein kann? Andrea erstellte eine Sichtungskarte und machte einen Plan für die Futterstellen. Sophie und Mara bekamen Kameras zur Verfügung und dann konnte es losgehen.

Inzwischen war das Schaf zum Glück von der Staatsstraße weg in ruhigeres Gebiet gewandert bzw. getrieben worden. Da konnten wir entspannter agieren. Sophie und Mara hingen die Kameras und zogen eine Duftspur und dann hieß es wie immer warten. Zwei Tage lang tat sich nichts, bis auf einmal gegen 22 Uhr das Schaf an einer der Kameras auftauchte und frech reinglotzte. Das war es aber auch schon, das Futter war uninteressant. Kein Gemüse, kein Obst, kein Müsli. Erst am dritten Tag, nachdem die Futterstelle mehrfach ausgiebig untersucht wurde, probierte es vorsichtig von dem Müsli – und es schmeckte.

Sophia und Mara fingen an, auch Wasser für das Schaf zu bringen, so musste es gar nicht mehr wandern und nach Wasser suchen. Im Folgenden kam unser Schaf mehrmals täglich zu den beiden Futterstellen, um sich sein Müsli und sein Wasser zu nehmen. Wenn das Wasser leer war, wurde der Eimer umgekickt und durch die Gegend geschoben. Nahezu jeden Morgen guckte das Schaf erst mal frech in die Kamera, als ob es „Guten Morgen, da bin ich wieder, seid ihr auch alle da?“ sagen würde.

Der Plan ging auf, das Schäfchen blieb ortstreu, es pendelte quasi nur noch zwischen den beiden Futterstellen und war fast den ganzen Tag auf unseren Kameras. Teils schlief es neben seine Futter. So viele Fotos wie vom Schaf hatten wir noch von keinem anderen Tier an den Futterstellen. Nach ein paar Tagen fühlten wir uns sicher genug, die Falle zu stellen. „Müsli“, so haben wir es in der Zwischenzeit getauft, war so auf sein Müsli und das Wasser fixiert, dass die Chance bestand, es würde sich dafür überwinden, in die Falle zu gehen.

Am Nachmittag des Samstags, den 14. Juni, war es so weit. Werner brachte die Falle mit der geraden Türe, die Falle mit der Klapptüre könnte dem Schaf im Innenraum zu wenig Platz bieten. Petra und Sandra fuhren ebenfalls vor Ort, um beim Stellen zu helfen, und natürlich waren Mara und Sophie am Start, sowie Maras Mutter. Die vielen Helfer waren gut, denn die Falle musste 250 Meter über das Feld gezogen werden. Es war heiß, sehr heiß. Aber es hilft ja nichts. In die Falle kam ein Eimer Wasser, ein halber Salzleckstein, ein halber Mineralleckstein und natürlich jede Menge Müsli. Das Müsli, das schon bekannt war, plus ein neues Müsli einer anderen Marke, zusätzlich noch ein paar Kräuter aus dem Garten. Da es leider etwas gedauert hat, auch mit der Klärung der Genehmigung für die Falle mitten auf dem Feld (danke Petra für den immerwährenden Telefondienst), stand die Falle erst am frühen Abend. Obwohl Müsli erstmals ja im Dunkeln an den Futterstellen aufgetaucht ist, war es die folgenden Tage nur selten noch abends unterwegs. Wir hofften daher auf den nächsten Morgen.

Gegen 9 Uhr am Sonntag tauchte Müsli endlich auf. Wir hatten schon Sorge, durch den Menschenauflauf tags zuvor hätte es die Flucht ergriffen. Das Schäfchen schaute sich alles von außen an, fand alles furchtbar doof und ging wieder. Aber die Neugier, der Hunger und der Durst waren wohl größer. Müsli guckte immer wieder vorbei, klaubte ein paar Müsli-Krümel, die noch herumlagen, auf, ging wieder, kam wieder, ging wieder, kam wieder. Ein paar Stunden war kaum ein Fortschritt zu sehen. Nicht einmal setzte es auch nur ansatzweise ein Hüfchen in die Falle. Erst um 12.15 Uhr tat sich etwas mehr. Ein Huf, zwei Hufe, drei Hufe und der vierte und schwuppdiwupp, auf einmal war Müsli ganz in der Falle, ging nach hinten und Türe fiel hinter ihr zu. So richtig hatte keiner von uns damit gerechnet, nachdem wir gesehen hatten, wie uninteressant das alles in den Stunden zuvor für „unser“ Schäfchen war.

Sophia und Mara trommelten ihre Helferlein zusammen und waren so schnell es ging vor Ort, um Müsli samt Falle aufzuladen und zu Sophias Hof zu bringen, wo es vorerst untergebracht werden konnte, bevor es zu seiner Endstelle gefahren werden kann.

Heute war es so weit. Sandra und Petra fuhren Richtung Ansbach, um Klein-Müsli (sie ist wirklich winzig, nicht mal so groß wie ein Labrador) abzuholen und „nach Hause“ zu bringen, wo schon weitere Artgenossen warten. Müsli war auf der Fahrt sehr entspannt und hat sich mit den beiden unterhalten, immer wenn sie „Mäh“ sagten, antwortete Müsli. Ansonsten ist die Kleine noch sehr, sehr scheu, aber das wird bald werden, wenn es unter ihresgleichen ist, die ihr zeigen, dass Menschen nicht böse sind. Danke an das Tierheim Oberndorf, das sofort zusagte als wir anfragten, Müsli zu übernehmen. Müsli hat jetzt ein wunderschönes Zuhause, gesichert, mit anderen Schafen, schlachtfrei und mit viel Grün um sich herum.

Wir haben bei dieser Sicherung viel gelernt und auch viel Spaß gehabt, Müsli hat uns teils lustige und schöne Fotos beschert. Müsli, hab ein langes glückliches Leben mit deinen Freunden.


 Der allererste Dank geht natürlich an Sophie und Mara, ohne die beiden hätten wir das nicht stemmen können. Danke Sophie, dass du in der Nacht noch mal los bist, als die Falle aus unerfindlichen Gründen einfach zu gefallen ist

 Danke an die Familien von Mara und Sophie für die tatkräftige Unterstützung, besonders natürlich, dass Müsli vorübergehend Quartier beziehen durfte und euch die Tage versüßen mit seinem kleinen, aber feinen „määäh“.

 Danke an Katja Koller Gonzales, dass auch du nicht locker gelassen, und uns mit weiteren internen Infos versorgt hast.

 Danke Billy fürs Zersägen der Lecksteine, im Ganzen wären sie einfach zu viel zusätzliches Gewicht gewesen.


 Danke an den Jäger fürs Genehmigen der Futterstellen und der Falle.

 Danke an den Landwirt, der ohne zu Zögern erlaubt hat, dass wir die schwere Falle quer über sein Maisfeld ziehen.

 Danke an das Tierheim Oberndorf, zu dem wir einen guten Kontakt pflegen, dass ihr unserem Müsli das Leben bieten werdet, das es nach all den Strapazen verdient hat.