Erste Hilfe Tipps 

 

  

Erste Schritte wenn Ihr Hund entlaufen ist: Ist der Hund beim Spaziergang weggelaufen, bleiben Sie bitte mindestens 24 Stunden an dem Entlauf Ort, sollten Sie immer mit dem Auto zum Gassi fahren, lassen Sie den Kofferraum offen und warten Sie dort auf ihren Hund. 

In der Zwischenzeit, Polizei anrufen und Meldung machen, Tasso anrufen und als vermisst melden. Ist ihr Zuhause nicht weit vom Entlauf Ort, bitte zuhause dem Hund alles aufmachen, dass er, sollte er heimlaufen, auch ins Haus kommen kann. 

Bitte NICHT mit vielen Menschen das Suchen anfangen, es würde den Hund sehr verschrecken. 

Nicht laut rufen und auch nie, wenn Sie ihren Hund sehen, aufrecht auf ihn zugehen, machen Sie sich klein und schauen ihn nicht an, evtl. mit Leckerli Tüte rascheln oder ein Geräusch machen, das ihm vertraut ist. 

ALLE Tierheime der größeren Umgebung informieren. Auch den Tierärzten und Kliniken Bescheid geben. Wenn Ihr Hund nicht zurückkommt, muss ein Flyer erstellt werden und im Großraum geflyert werden. Siehe unter Flyer. Auch müssen Straßenmeistereien, Autobahnmeisterei und Bauhöfe angefragt werden, selbst wenn ihr Hund es nicht geschafft hat, es gibt nichts Schlimmeres als die Ungewissheit. 

Bitte bei der Polizei immer mal wieder nachfragen, oft ist Schichtwechsel und die neuen Beamten wissen es noch nicht. 

Alle Jäger der Umgebung verständigen, sie bitten die Augen offen zu halten. Ein Jäger kennt sein Revier sehr gut, und wenn er weiß, dass Ihr Hund da weggelaufen ist, wird er sicher, wenn er ihn sieht, sie auch gleich anrufen. 

Wichtig ist, die Telefonnummer auf dem Flyer muss IMMER erreichbar sein. Suchen Sie sich Hilfe bei Hundesuchhilfen, oder auch bei einem Profi. 

Es ist sehr wichtig die ersten Stunden, richtig zu agieren. Läuft ihr Hund in einem besiedelten Gebiet, bitte Taxifahrer, Busfahrer, Postboten, Zeitungsausträger über den Verlust Informieren und Flyer hinschicken. 

Sollten Sie bei Sichtung nicht an ihren Hund rankommen, laufen sie ihm bitte nicht hinterher, dass würde ihn nur panisch weitertreiben, stellen sie auf jeden Fall dort Futter hin, wenn er weiß, dass er dort fressen bekommt, wird er dort wieder hin kommen. Mehr unter Futterstellen. 

 

Hundesuchhilfe Team Franken Tel: 0175/7678898 

Die "heiligen drei Regeln" 

 

Tatsächlich ist es immer stark vom Verhalten des Hundes abhängig, wie man selbst sich verhalten sollte. Die "heiligen drei Regeln" sind aber erst einmal immer: nicht ansehen, nicht ansprechen, nicht drauf zu gehen. 

Anstarren kommt in derlei Situationen immer einer Fixierung mit Blicken gleich und wird vom Hund in den meisten Fällen als bedrohlich gewertet. Trotzdem sollte man versuchen ihn, wenn möglich, zu beobachten - allerdings nur aus dem Augenwinkel. 

Die eigene Körperhaltung ist hierbei wichtig. Je kleiner du dich machst, desto mehr signalisierst du, dass du nicht "angreifen" (also auch einfangen) willst. Hinhocken, hinsetzen, auch hinlegen ist daher sinnvoll und wichtig - und zwar immer abgewandt, mit dem Rücken oder der Schulter zum Hund, nicht frontal. Geht man auf einen Hund, der abgängig ist, zu, wird dieser die schwindende Distanz wieder herstellen wollen. Er flüchtet. Geht man dann noch energisch auf ihn zu oder rennt ihm sogar hinterher, löst man eine unkontrollierte Flucht bei ihm aus, "treibt" ihn. Das führt dazu, dass beim Hund alle Alarmglocken angehen. 

Während er dann um sein Leben läuft (und das ist wörtlich, nicht bildlich gemeint), hat er keine Aufmerksamkeitsreserven mehr für den Straßenverkehr oder Bahngleise übrig. 

Bei derlei Aktionen sind bereits viele Hunde zu Tode gekommen. Ansprechen ist ebenfalls absolut kontraproduktiv. Er wird ohnehin nicht einfach auf Zuruf rankommen, weiß dann aber, dass der Mensch dort irgendetwas von ihm will. Auch dies setzt er mit Gefahr gleich. 

Wenn du also einen abgängigen Hund siehst: Ab auf den Boden, leicht abgewandt, den Hund aus dem Augenwinkel beobachten, ganz wegsehen, wenn er zu dir schaut. Steht er an einem festen Platz, ignoriert dich aber, kannst du ein-, zweimal sachte mit der Zunge schnalzen oder Klickgeräusche mit deiner Stimme machen. Wenn er dich dann ansieht, versuche mit Futter zu locken (ganz egal womit - gesunde Ernährung ist in diesem Zusammenhang völlig Latte). 

Dieses wirfst du ihm hin. Und zwar so, dass er sich dir nicht nähern muss, um es zu fressen. Auch nicht frontal auf ihn zu, sondern schräg versetzt. Und KEINESFALLS mit einer weit ausholenden Armbewegung, sondern ganz, ganz sachte. Nimmt er es, versuche ihn mit den nächsten Bröckchen immer ein Stück heranzuholen, die Distanz zu verringern. Traut er sich nicht ran, vergrößere die Distanz wieder. 

Du wirst ihn wahrscheinlich nicht nahe genug ran bekommen, um SICHER nach ihm zu greifen, aber das macht nix. Wenn er auf das Futter anspringt, neugierig ist, näher kommt, auf das nächste Bröckchen wartet, erhebe dich vorsichtig, ganz vorsichtig (abgewandt zu ihm und dabei weiter füttern!) und wirf das Futter hinter dich. Versuche, ihn irgendwohin zu locken, wo du ihn einsperren kannst. Das beschriebene Vorgehen kann durchaus Stunde um Stunde dauern. Will er das Futter nicht und geht, lass ihn gehen. 
 Findet er z.B. nicht gut, dass du dich erhebst, setz dich eben wieder. Du musst versuchen Vertrauen zu gewinnen. Und das dauert eben und erfordert permanente Anpassung deinerseits an die Reaktionen des Hundes. Improvisation ist der Schlüssel. Und wenn er nicht will, dann ärgere dich nicht. Es ist nicht leicht einen Hund zu sichern, sie sind äußerst wachsam und vorsichtig, wenn sie allein dort draußen sind. 

Liebe Leute und teure Helfer! 


Ich muss nun in 3 Sätzen einen enorm komplexen, und schwer erschließbaren Sachverhalt darstellen und eine sicherlich verstörende Bitte an Euch richten: "Zeige einem Hund nicht, dass Du Angst hast!"

Diesen Satz kennt jeder. "Wenn Du aber Angst hast, spürt das der Hund, da kannst Du machen, was Du willst!" Diesen Satz kennen viele. Die Analogie zu einem Hund der langsam vom "Schoßhund" zu einem "Überlebenshund" wird, weil er schon mehrere Tage für sein Überleben und seine Sicherheit selbst zu sorgen hat, lautet: "Zeigt einem entlaufenen Hund nicht, dass ihr ihn sucht!" "Wenn Du aber suchst, spürt das der Hund, da kannst Du machen, was Du willst!" Er wird nicht hervortreten, sondern eher die potenzielle Gefahr meiden. Ich weiß dies zu verstehen und zu akzeptieren, fällt umso schwerer, je näher man dem Hund gestanden hat! Dennoch!

Die Erfahrung zeigt, dass ab einem gewissen Punkt sogar das "ehemalige" Herrchen/Frauchen dieser Instinktwelt eines Hundes unterworfen ist. Deshalb, bitte geht nicht suchen, sondern überlasst es denjenigen, sie zu sehen, denen der Hund zufällig über den Weg läuft, sucht nicht den Hund, sucht die Menschen, die ihn gesehen haben.

Flyern und Futterstellen

 

Flyern : Wichtig sind Bauern-Reiterhöfe, Gassi Geher, Tierärzte , Taxi-Busfahrer, Tankstellen,

Postboten, Einkaufsläden, Friedhöfe, Glascontainer im Umkreis von min 20-30 km Flyern, damit alle wissen dieser Hund wird vermisst, Straßenmeistereien, Bauhöfe, Autobahnmeistereien, Bahnhöfe, Hundeschulen, einfach alles zupflastern, Jäger und alle Tierheime und Tierschutzvereine Bei der Polizei bitte immer wieder nachfragen und alle Dienststellen Bescheid geben sie sind leider untereinander nicht vernetzt und vergessen auch schon mal bei einem Schichtwechsel, Sichtungen weiterzugeben.

 

Fs= Futterstelle, eine Futterstelle wird errichtet an einer Stelle (Waldrand oder Gebüsch, weg von den Straßen) die geschützt ist vor Gassi Geher und doch so dass der Hund leicht zum Fressen kommen kann, ohne dass er groß beobachtet wird und (für ihn) leicht flüchten kann.

Es wird auf einem Pappteller, Zeitungspapier (Hunde fressen draußen selten aus Näpfen) heißes gewürztes Essen, auch gerne etwas, was bei euch vom Essen übrigbleibt, bitte auf keinen Fall Trockenfutter (das riecht nicht und die Wildtiere vertragen es nicht) draufgelegt, nicht so viel, dass der Teller überläuft aber doch eine gute Portion, ein satter Hund muss nicht Futter suchen gehen und bleibt in der Nähe. 
Auch wäre es wichtig die Fs. einen kl. Karton abzudecken so dass zwischen Boden und Karton ein Spalt von ca. 10 cm. Ist (der Hund schiebt ihn weg) der Fuchs geht ungern dann an die Fs. und die Vögel fressen es auch nicht, auf die Rückseite bitte draufschreiben das es eine Futterstelle für einen entlaufenen Hund handelt und kein Gift ist. 

Wichtig ist auch, dass die FS, wenn es geht, immer zur gleichen Zeit aufgefüllt und auch kontrolliert wird, da sich der Hund dann an die Zeiten gewöhnt und es viel einfacher wird, ihn in diesem Zeitraum, in dem er zum Fressen kommt, gesichert werden kann. Auch kann man Fs mit einer Wildcamera überwachen. 

 

Rezept für die Duftspur, um eine Heimschleppe zu legen oder den Hund an eine Futterstelle zu bringen: 

6 l Fleischbrühe, 250 gr. Leberwurst, 2 Hand voll Frolic, 1 Dose Tunfisch. Das ganze Aufkochen, pürieren, absieben (die Brocken die übrig bleiben mit in die Futterstelle machen) und die Flüssigkeit in Plastikflaschen abfüllen, in einen Deckel 3 Löcher machen (darf nicht zu viel raus aber auch nicht zu wenig) und damit von dem Punkt anfangen, (kreisförmig) eine Spur legen, wo ich den Hund hin haben will, und dort auch muss die Spur wieder enden, (ganz wichtig) Die Liter Menge ist abhängig von der Länge der Spur und wie intensiv ich sie legen will. Bei 6 l, komm ich in etwa 1 km hin. Wichtig !! Nicht über oder an befahrene Straßen oder Schienen ziehen, da der Hund die Nase so am Boden hat und den Verkehr nicht beachtet. 

 Beispielbilder von Futterstellen:
Futterstellen mit Karton und eine bei der um den Teller, noch ohne Karton, 

ein breiter Sandring angelegt, wurde um Spuren zu sehen wer dort frisst, da dort keine Kamera war.